Uraufführung: „Simplicissimus Teutsch“

Simplicissimus Teutsch

Grimmelshausen

Bühnenfassung von Thomas Dannemann nach einer Vorlage von Sören Voima 

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen – unter allen deutschen Schriftstellern des 17. Jahrhunderts gebührt allein ihm weltliterarischer Rang. Sein Schelmen- und Abenteuerroman »Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch«, 1668 in fünf Büchern erschienen, gehört bis heute in den Kanon der Weltliteratur.
„Dies ist – ihr Lieben – die Beschreibung meines Lebens: Wie ich zur Welt gekommen bin und wo; was ich darinnen hab erfahren dürfen; und warum ich sie freiwillig quittiere. Wenn ich im Fortgang der Historie gezwungen bin, euch ab und an zu schildern, was ich in diesem Teutschen Krieg, in den hinein ich bin gezeuget worden, an Grausamkeit erlebt, so bitte ich, das zu verzeihn – es wird – so hoffe ich – trotz allem lustig sein, besonders aber nützlich es zu wissen.“
Grimmelshausen erzählt in seinem Roman vom Leben und Überleben einzelner in einer von Krieg und Geldgier beherrschten endzeitlichen Gesellschaft. Seine trotz aller Rückschläge selbstbewussten Gestalten sind allesamt Kinder und Opfer der Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges. Die Episoden zeugen von den Wirren des Krieges, sie führen ins Spessart in eine Einsiedelei, an den Hof in Hanau, schildern das Jägerleben in Soest, gelangen bis vor die Tore Kölns und weiter in die Abenteuer von Paris. Unsere Gegenwart im Spiegel dieses einzigartigen Materials zu betrachten, ist erschreckend, erhellend, überraschend, faszinierend: „Was oft mich betrübet und selten ergetzt, / Was war das? Ich habs in dies Buch gesetzt, / Damit sich der Leser gleich itzt tue, / Entferne der Torheit und lebe in Ruhe.“

Es spielen: Hendrik Arnst / Lina Beckmann / Robert Dölle / Omar El-Saeidi / Jan-Peter Kampwirth / Albert Kitzl / Thomas Meinhardt / Murali Perumal / Andreas Schlager / Torsten Peter Schnick / Michael Weber / Musiker: Philipp Haagen
Regie: Thomas Dannemann / Bühne: Stéphane Laimé / Kostüme: Katja Wetzel / Musik: Philipp Haagen / Dramaturgie: Kerstin Behrens / Jan Hein

HALLE KALK – SO 18.01. (Uraufführung) / MO 19.01. / DO 05.02. / FR 06.02 / SA 07.02. / SO 08.02. / MO 09.02. / DI 10.02. – 19:30 bis ca. 23:30 Uhr

Henrik Link zur Veranstaltung
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